BETRACHTUNGEN ZUM IKONENMALEN

Die Ikone ist Verkündigung christlichen Glaubens.
Dieser Glaube beruht auf der Offenbarung der Liebe Gottes in Jesus von Nazareth.
Deshalb kann christliche Kunst nicht auf unserer Vorstellungskraft beruhen.
Christliche Kunst macht sich keine Vorstellung vom Heil,
sondern sie setzt das Heil ins Bild.

Damit die Ikone eine Theologie in Farben werde,
muss man immer bedenken,
dass wahre Theologie im sakramentalen Leben besteht.
In der Liturgie, in der Feier der Sakramente,
nähert sich der Ikonenmaler jener Schönheit,
welche die Ikonen künden wollen.

Die langsame und friedvolle Herstellung einer Ikone
stellt in sich eine geistliche Übung dar.
Die Stufen ihrer Fertigung sind Sinnbilder von Stufen geistlicher Entwicklung:
vom Abbild zur Ähnlichkeit Gottes gelangen,
verklärt werden im geduldigen Wirken des Geistes,
die Herrlichkeit Gottes annehmen und Sohn des Lichtes werden...
Wer sich an diese Arbeit begibt, kann sich mit ihrer Hilfe entwickeln,
kann geistlich wachsen.


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